„Knastradio Meck-Pomm“- Die neue Sendung im Offenen Kanal (vom 03.07.2019)

Das Leben von Gefangenen in die Öffentlichkeit bringen

Wilfried Hoog spricht über seine Sendung

Wilfried Hoog (links) im Gespräch mit Medienpädagoge Steve Neuwirth

Sind Gefängnisstrafen gerecht? Ist Strafe die einzige Möglichkeit bei Verbrechen? Warum wünscht sich die Gesellschaft oft noch härtere Strafen bei Gewaltverbrechen? Das sind Fragen, die Wilfried Hoog aus Schwerin in seiner Sendung thematisiert. Seit Oktober lebt er in der Landeshauptstadt und produziert als Bürger für die Offenen Kanäle der
Medienanstalt M-V das „Knastradio Meck-Pomm“.

Wilfried Hoog geht es darum, die Situation von Gefangenen in eine interessierte Öffentlichkeit zu bringen. In den 1970er Jahren musste er selbst hinter Gitter und möchte heute zum Nachdenken anregen. Er sagt, ein System von Konkurrenz und Wettstreit in der Gesellschaft fördere auch den Knast. Durch Briefe von Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Bützow erfährt er von aktuellen Problemen und bringt diese in seine Radiosendung ein.
Tabu-Themen wie Gewalt und Armut im Knast oder Alternativen zur Gefängnisstrafe werden von ihm besprochen. Aufgelockert wird seine etwa einstündige Sendung mit Musik, die er passend zu seinen Themen auswählt.

Zur Verbreitung der Sendung nutzt er die Offenen Kanäle der Medienanstalt M-V, eine frei zugängliche Sendemöglichkeit die übrigens allen Bürgerinnen und Bürgern in Mecklenburg-Vorpommern offen steht. Medienkompetente und technische Unterstützung erhält er dabei vom Team von Fernsehen in Schwerin.

On Air geht das „Knastradio Meck-Pomm“ jeden zweiten Montag im Monat um 9 Uhr als
„Radio im Fernsehen“, im Offenen Kanal Fernsehen in Schwerin und jeden zweiten Donnerstag im Monat, um 17 Uhr im Offenen Kanal Radio NB-Radiotreff 88,0. Außerdem sind seine Sendungen in der Mediathek der Medienanstalt M-V (sieben Tage lang nach der Ausstrahlung) weltweit abrufbar unter https://mmv-mediathek.de/sendungen/672-knastradio-meck-pomm.html

Zurück